Wir folgten dann weiter dem Eurovelo 8, der in diese Stück aber wirklich eine Zumutung ist. Farbe auf dem Boden, Pfade durch den Wald und unglaublich nervige Radwege auf kaputten Betonplatten werden als Fahrradinfrastruktur verkauft. Dann lieber gleich ehrlich sein und sagen – Radwege? Fahrt halt auf der Straße! In Richtung Villeneuve wurden die Radwege dann langsam wieder besser, wobei auch unabhängig der Radinfrastruktur der Großteil der Strecke landschaftlich schön ist und auch Flamingos noch häufige Zaungäste sind.
Hinter Villeneuve folgten wir weiter dem Eurovelo 8 bis nach Sète, von wo es mit dem Zug bis nach Colioure ging. Die Fahrt im Zug klappt problemlos und es gab ausreichend Platz um die Fahrräder komfortabel zu transportieren.
Hinter Colioure folgten wir zunächst der Küstenstraße nach Banyuls-sur-Mer, mit einigen wunderschönen Blicken auf das Meer aber auch den ersten Höhenmetern. Hinter Banyuls ging es vom Meer weg in Richtung Coll de Banyuls. Der Pass hat zwar nur knapp 350 Höhenmeter, aus Frankreich kommend gibt es aber eine ganze Reihe wirklich unangenehmer Rampen jenseits von 16 %. Umso schöner war dann die Abfahrt in Spanien entlang leerer Nebenstraßen. Nach einem kurzen Stop in einer kleinen Bar ging es schließlich wieder mit stellenweisen deutlich mehr Verkehr in Richtung Roses, wo wir eine kleine Pause zum wandern einlegten.






Hinter Roses wurden die nächsten Kilometer mental anstrengend. Es wurde sehr warm, zudem führten die Radwege häufig über schlechte und staubige Schotterpisten weit weg vom Meer. Beeindruckend war jedoch der Halt in Empúries, wobei ich dringend empfehlen würde die Strecke so zu planen, dass Ihr die Möglichkeit haben Empúries am Morgen zu besuchen. Eine lohnenswerte Routenvariante um den holprigen Staubpisten zu entkommen wer der Abstecher über das Montgrí-Massiv und ein Besuch von L’Estartit.
Bis Palafrugell hieß es dann nochmal auf den schlechten Schotterpisten des Eurovelo 8 aushalten, bevor es dann auf den wahrscheinlich schönsten Teil der Strecke entlang der Costa Brava geht. Hier sind nochmal einige Höhenmeter zu machen, die Panoramstraße bietet aber wunderschöne Blicke auf das Meer und die dortigen Steilküsten. Auf dem Weg lohnt es sich in jedem Fall auch einen Stopp in Tossa de Mar einzulegen.




